EHRENAMT IST WICHTIG. HAUPTAMT AUCH!

Wir ermöglichen soziales Engagement in Vollzeit und beschleunigen so den Wandel zu einer gemeinwohlorientierteren Gesellschaft.

Hierfür schließen wir den Social Pay Gap

WAS IST DER SOCIAL PAY GAP?

"Will ich etwas Sinnvolles tun - oder Geld verdienen?"

Social Pay Gap = sobald der Zweck einer Organisation oder Tätigkeit sozial ist, sinken die Gehälter rapide, häufig bis auf 0. Mit negativen Folgen für uns Alle.

Zu viele Menschen stehen jeden Tag vor dem Konflikt: Will ich meine Familie ernähren können und im Alter abgesichert sein? Oder will ich mich sozial engagieren und etwas für die Gemeinschaft beitragen. Beides geht bisher nur in den seltensten Fällen.

 

 

Denn spätestens wenn Kinder ins Spiel kommen können sich die meisten Menschen soziales Engagement im Hauptberuf oder auch im Ehrenamt einfach nicht mehr leisten.

 

 

Die Folge: Soziale Organisationen verlieren wertvolle Arbeitszeit und Talente, sind in der Entwicklung 10 bis 20 Jahre hinterher und bleiben in ihrer Wirkung weit unter ihren Möglichkeiten.

 

 

Mit der Schließung des Social Pay Gaps ermöglichen wir nicht nur soziales Engagement auch in Vollzeit, wir shiften Kapital und Arbeitskraft in den sozialen Sektor und steigern somit den Anteil des Gemeinwohls im Gesamten.

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Die Welt braucht nicht noch mehr erfolgreiche Menschen. Die Welt braucht verzweifelt mehr Friedensstifter, Heiler, Wiederhersteller, Geschichtenerzähler und Liebende aller Art.

DALAI LAMA

DAS PROBLEM

Die Frage ist nicht, was es uns kosten wird, soziales Engagement auch in Vollzeit zu ermöglichen. Die Frage ist, was es uns kosten wird, wenn wir es nicht tun.

80% aller Vereine sind rein ehrenamtlich organisiert, im Sport sind es sogar 93%. Das bedeutet: Vereine sind strukturell abhängig davon, unbezahlte Freiwillige zu finden.

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der Vereinsvorstände finden keine ehrenamtliche Nachfolger*innen mehr. 3.000 Sportvereine wurden seit 2011 aufgelöst. Davon betroffen: hunderttausende Kinder.

0 %

der Vereinsvorstände haben keine BWL-Kenntnisse. Vereine sind chronisch unterfinanziert und können ihre gesellschaftlich wichtigen Projekte oft nicht umsetzen.

0 h

Lediglich 6 Stunden pro Woche können sich Vereinsvorstände neben Vollzeit-Job und Familie engagieren. Tagsüber in Schulen gehen? Förderanträge schreiben? Ehrenamtliche gewinnen? Nur durch totale Selbstaufopferung schaffbar.

0 %

Zwei Drittel der Arbeitsnehmer*innen machen nur Dienst nach Vorschrift. Jede*r sechste Mitarbeiter*in hat innerlich gekündigt. Das bedeutet ein Großteil der Menschen arbeitet „nur wegen Geld“.

ZIELE

Diese 5 Ziele verfolgen wir

Für Arbeit, die dem Gemeinwohl dient.

Wir begeistern und motivieren Vereine, bezahlte Stellen (Hauptamt) aufzubauen und steigern somit die Anzahl sozialer Jobs mit Sinn in Deutschland.

 

Ist-Zustand: 7% bezahlte Jobs in Sportvereinen, 20% bezahlte Jobs im Rest des Vereins-Sektors.

Wir setzen uns mit Aufklärungs- und Politikarbeit für Löhne ein, von denen die Engagierten angemessen leben können. Hierfür steigern wir die durchschnittlichen Löhne, die in Vereinen gezahlt werden.

 

Ist-Zustand: Gehälter weit unter dem Mindestlohn oder knapp über dem Existenzminimum sind z.B. bei Übungsleiter*innen keine Seltenheit. Die Arbeit für soziale Zwecke wird in Deutschland aktuell nicht finanziell gewertschätzt.

Wir steigern die finanzielle Wertschätzung von Vereinsarbeit bei der Bevölkerung, bei Stiftungen und der öffentlichen Hand, indem wir Mitgliedsbeiträge steigern, Förderprogramme initiieren, die Personalkosten beinhalten.

 

Ist-Zustand: Die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen wird in der Wirtschaft durch die Politik auf breiter Basis gefördert. Gleichzeitig wird von sozialen Organisationen erwartet, die Bewältigung der größten gesellschaftlichen Herausforderugnen ohne finanzielle Entlohnung zu erreichen. Denn übergeordnete Personalkosten – z.B. für das Projektmanagement – werden in den meisten Förderprogrammen nicht gefördert („100% der Gelder sollen ins Projekt fließen“).

Wir steigern die Fachkrafts-Quote in Vereinen, indem wir z.B. durch Vorträge an Unis sowie Werbe-Arbeit Talente für eine Karriere im Verein begeistern oder diese über unsere Coaching-Programme qualifizieren.

 

Ist-Zustand:

40% der Vereinsvorstände im Sport haben keinen BWL-Hintergrund. Damit Vereine ihre Visionen bestmöglich erreichen können, ist es notwendig, dass sich qualifzierte Talente in diesen einbringen.

Wir steigern die Investitions- und Risikobereitschaft in Vereinen und bei Geldgeber*innen, indem wir Vereinsvorstände mit Startup-Gründer*innen zusammenbringen und inspirierende Inhalte verbreiten. Ein eigens dafür geschaffener Impact Investing Fonds sorgt dafür, dass erstmals Zugang zu Risiko-Kapital haben.

 

Ist-Zustand: Vereine sind in der Entwicklung (z.B. Digitalisierung) 10 bis 20 Jahre hinter dem Wirtschafts-Sektor hinterher.

UMSETZUNG

Unsere 4 Hauptamts-Säulen

In 4 Schritten zur gemeinwohlorientierten Gesellschaft

1

Inspirieren

Wir führen Vorträge, Webinare und Workshops durch, verbreiten regelmäßigen Content auf Social Media und betreiben Presse-Arbeit, um über den Social Pay Gap und die vielen Vorteile von bezahlter Arbeit aufzuklären.

2

Transformieren

Mit unserem „Hauptamt-ready“- Coaching-Programm geben wir den Vereinen all das Wissen an die Hand, dass sie benötigen, um Engagement in Vollzeit (Hauptamt) bei sich einzuführen. Das Programm ist unser Finanzierungs-Modell.

3

Fördern

Wir konzipieren und setzen Förderprogramme gemeinsam mit Verbänden und Kommunen zur Förderung ihrer Vereine um. Wir planen zudem, ein eigenes nationales Förderprogramm.

 

4

Fordern

Wir setzen uns bei Politik für eine stärkere finanzielle Wertschätzung von Vereinsarbeit ein und steigern den Anteil Fördermittel in die Vereinswelt.

MITHELFEN

Was kann ich tun?

Je mehr Menschen mitmachen, desto schneller können wir unsere Maßnahmen umsetzen. Je weniger, desto langsamer. Egal ob pro bono-Arbeit oder eine monatliche Förderung unserer Aufklärungs- und Politikarbeit. Wir setzen am Kern an und bringen unsere Gesellschaft weiter.

DER ERSTE SCHRITT

Bis 2027 stoßen wir 10.000 hauptamtliche Stellen in Breitensportvereinen an.

Darum erst im Sport. Ab 2028 weiten wir unsere Aktivitäten dann auf den gesamten gemeinnützigen Sektor aus.

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Der organisierte Sport ist der größte Akteur im sozialen Sektor

Es gibt 88.000 Sportvereine mit rund 225.000 Sportabteilungen und damit genug Möglichkeiten, um hauptamtliche Stellen zu schaffen.

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Sportvereine erreichen vor allem Kinder

80% aller Jungen und 61% aller Mädchen unter 14 sind Mitglied in einem Sportverein. Neben der Schule ist der Sport die Bildungseinrichtung der Gesellschaft.

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Millionen Mitglieder können den Wandel finanzieren

Anders als andere gemeinnützige Zwecke kann der Sport auch ohne Fördergelder von außen funktionieren. Rund 23 Millionen Mitglieder können den Wandel mit nur wenig Geldeinsatz finanzieren.

WIRKUNG

Das konnten wir bisher für das Gemeinwohl erreichen

Stand 01.02.2022

25 Teilzeit- oder Vollzeit-Stellen

in Vereinen indirekt oder direkt angestoßen, die sich v.a. dafür einsetzen, dass sich Kinder wieder mehr bewegen.

425.000€ mehr Geld in Vereinen

durch Crowdfunding-Kampagnen, Fördergelder oder Mitgliedsbeitragsanpassungen.

2.000 Stunden mehr Zeit für Vereinsarbeit

durch das Hauptamt und weitere Ehrenamtliche.

 

96 Verbände inspiriert

knapp 30 Vertreter*innen kommen zu unseren regelmäßigen Lunch & Learns.

340 Vereine inspiriert

in 14 Impulsvorträgen mit Sportverbänden.

1 Förderprogramm

Auf fairplaid.org erhalten Vereine bis zu 5.000€ Zuschuss-Förderung für Hauptamt.

FAQ

Häufige Fragen und ihre Antworten

Klimawandel, Kinder- und Altersarmut, Digitalisierung, Reformstau im Bildungssystem, Einsamkeit, Integration geflüchteter Menschen, steigende Arbeitslosigkeit, Bewegungsmangel, ungleiche Kapitalverteilung.

Die 600.000 Vereine spielen in der Bewältigung dieser Herausforderungen eine zentrale Rolle. Sie fördern von Sport, Kultur, Bildung bis Umwelt sämtliche gemeinnützigen Zwecke, werden dabei nicht verkauft, vererbt oder an der Börse gehandelt, müssen Gewinne zeitnah für den gemeinnützigen Zweck reinvestieren, sind basis-demokratisch organisiert und unterliegen einer starken Kontrolle durch das Finanzamt.

Sie haben durch ihre Masse eine Schlagkraft und die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um den Wandel zu einem nachhaltigeren Wirtschafts-System positiv mitzugestalten und zu beschleunigen.

Wir sehen dies aus drei Blickwinkeln:

Wenn Menschen nicht für sie sinnvolle Arbeit bezahlt werden, für was dann? 70% der arbeitenden Bevölkerung betreibt laut Gallup-Studie „Dienst nach Pflicht“, läuft 40 Stunden die Woche ins Büro „nur fürs Geld“, ein großer Teil hat innerlich gekündigt. Für sinnvolle Arbeit nicht zu bezahlen, hat das erschaffen, was wir vermeiden wollen. Menschen arbeiten nur fürs Geld – weil sie für sinnstiftende Arbeit, die sie erfüllt, nicht bezahlt werden.

Zudem gibt es viele gute Gründe, sich ehrenamtlich zu engagieren: Die Arbeit mit Menschen, der Wunsch, der Gesellschaft etwas zurück zu geben und vor allem Spaß. Die Realität zeigt jedoch, dass für Ehrenamtliche das Engagement oft zur Belastung wird, weil der Spagat aus Familie, Beruf und Ehrenamt zu groß ist. Daher ist es unser Ziel, für Ehrenamtliche solche Voraussetzungen zu schaffen, dass sie nur die Arbeit leisten müssen, die sie auch tatsächlich in einem gesunden Rahmen schaffen können.

Außerdem werden Jobs geschaffen, die tatsächlich eine gesellschaftliche Relevanz haben, die unsere Gesellschaft zu einem besseren Ort machen und gleichzeitig die Menschen erfüllen. Eine Win-Win-Situation für Alle.

Das Geld ist da, es wird nur nicht in dem Ausmaße für das Gemeinwohl ausgegeben.


Mit 3€ Mitgliedsbeitrag im Monat für Kinder und 8€ für Erwachsene wirtschaften Sportvereine. Alleine eine 5€-Erhöhung würde 1,4 Mrd. Euro in die Kassen der Vereine spülen. Denn: die meisten Mitglieder kommen aus hohen Bildungsschichten stammen und können sich meist das Vier- bis Fünffache leisten.


Hinzu kommen die vielen Fördergelder, die nie abgerufen werden, die Crowdfunding-Kampagnen, die nie durchgeführt werden und die Sponsoren, die nie angesprochen werden, weil Ehrenamtliche dazu neben dem Tagesgeschäft keine Zeit haben.


Diese Themen kann eine hauptamtliche Person angehen und meist das Zwei- bis Dreifache von dem reinholen, was die Person selbst kosten würde.