• Schatzmeister im Verein: Aufgaben und Pflichten

    Was sind die Aufgaben und Pflichten eines Schatzmeisters im Verein? Wir geben euch einen Überblick.

    Zu den wichtigsten Aufgaben im Verein gehört das Verwalten und Überwachen der Finanzen. Deshalb ist es sinnvoll, diesem Aufgabenbereich eine eigene Funktion zu geben: ein Schatzmeister bzw. eine Schatzmeisterin.  

    Gesetzlich ist es nicht vorgeschrieben, dass euer Verein eine*n Schatzmeister*in haben muss. Ab einer gewissen Vereinsgröße ist es aber empfehlenswert, eine verantwortliche Person zu benennen.

    Bei vielen Vereinen gehört diese Person zum Vereinsvorstand (neben dem oder der ersten Vorsitzenden und dem oder der stellvertretenden Vorsitzenden).

    Was ihr lernen könnt:

    Was ist ein*e Schatzmeister*in?

    Ein*e Schatzmeister*in übernimmt die Verwaltung der Finanzen und Kassen in eurem Verein und trägt damit eine sehr hohe Verantwortung. 

    Der Schatzmeister wird durch die Mitgliederversammlung gewählt. Er ist gegenüber dem Vereinsvorstand, der Mitgliederversammlung und dem Finanzamt rechenschaftspflichtig. 

    Die Mitgliederversammlung entlastet den Schatzmeister. Schadenersatzansprüche gegen ihn können dann nicht mehr eingefordert werden, vorausgesetzt alle erforderlichen Informationen lagen vor.  

    Ein Schatzmeister wird auch Kassenwart, Kassier, Kassierer oder Kassenführer genannt.

    Welche Anforderungen sollte ein*e Kassenwart*in erfüllen?   

    Ein*e Kassenwart*in sollte sehr vertrauenswürdig, zuverlässig, gründlich und verantwortungsbewusst sein. Außerdem sollte er oder sie sehr gut mit Zahlen umgehen können und über kaufmännisches Wissen und Grundkenntnisse im Steuerrecht verfügen. 

    Die 9 wichtigsten Aufgaben und Pflichten von Schatzmeister*innen im Überblick 

    Um eine reibungslose Finanzverwaltung sicherzustellen, kümmert sich ein*e Schatzmeister*in im Verein um diese konkreten Aufgaben:

    1. Mitglieder und Mitgliedsbeiträge betreuen

    • neue Mitglieder aufnehmen und Mitglieder abmelden
    • die Verwaltung der Mitglieder überwachen
    • Mitglieder in den einzelnen Abteilungen erfassen
    • Beiträge einziehen 
    • offene Mitgliedsbeiträge kontrollieren und gegebenenfalls Mahnungen verfassen und abschicken 
    • Anträge wegen Beitragsermäßigung, -stundung und -erlass bearbeiten

    2. Finanzen verwalten

    • den Zahlungsverkehr abwickeln
    • Bargeldgeschäfte und Barbelege kontrollieren
    • Konten prüfen, ob die Einnahmen und Ausgaben richtig zugeordnet wurden
    • für die Buchführung verantwortlich sein und dabei gesetzliche Buchführungsvorschriften einhalten
    • Forderungen und Verbindlichkeiten prüfen
    • kontrollieren, ob die Ausgaben mit den Satzungsvorschriften übereinstimmen und nach dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit getätigt wurden
    • die Grundsätze nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit und der Sparsamkeit beachten
    • die Finanzbuchhaltung durchführen
    • den Jahresabschluss und die Einnahmenüberschussrechnung erstellen und prüfen
    • prüfen, ob steuerliche Vorschriften eingehalten wurden
    • eine Inventarliste erstellen
    • den Kassenbericht anfertigen und der Mitgliederversammlung präsentieren
    • den Vorstand und die Mitgliederversammlung regelmäßig über die finanzielle Situation des Vereins informieren

    3. Steuern und Vermögen verwalten

    • alle Steuerangelegenheiten im Verein vorbereiten und bearbeiten
    • die Steuererklärung erledigen
    • Steuern fristgerecht zahlen
    • Finanzdokumente verwalten und aufbewahren
    • Liegenschaften des Vereins betreuen

    4. Haushalt organisieren

    • den jährlichen Haushalt planen
    • Betriebsmittel und Vereinsartikel beschaffen
    • Betriebskosten, vermietete Vereinsgebäude und Vereinsveranstaltungen abrechnen
    • das Vereinsvermögen kontrollieren
    • die finanzielle Lage und zukünftige Zahlungsfähigkeit des Vereins überprüfen
    • Auslagen erstatten

    5. Vorstandstätigkeit ausüben

    • bei Vertragsverhandlungen unterstützen
    • vertragliche Vereinbarungen kontrollieren

    6. Finanzielle Mitarbeiterbelange handhaben

    • Gehälter, Übungsleiterfreibeträge, Ehrenamtspauschalen etc. abrechnen und auszahlen
    • Beiträge an Berufsgenossenschaften melden und zahlen
    • Arbeitgeberanteile bezahlen

    7. Spenden und Zuschüsse organisieren

    • Spenden annehmen 
    • Spendenquittungen ausstellen
    • Zuschüsse beantragen
    • Fördermöglichkeiten ermitteln
    •  die Verbandsstatistik erstellen

    8. Termine überwachen

    • Betriebskosten kontrollieren und abrechnen
    • die von der Mitgliederversammlung beschlossenen Ausgaben überprüfen
    • Abrechnungen gegenüber Behörden und Organisationen kontrollieren

    9. Rechenschaft ablegen

    • Rechenschaft gegenüber dem Vereinsvorstand, der Mitgliederversammlung und dem Finanzamt ablegen

    FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Schatzmeister im Verein 

    Zum Schatzmeister gibt es viele Fragen. Wir beantworten euch die häufigsten:

    Welche Funktion hat ein*e Schatzmeister*in?

    Eine Schatzmeister*in ist für die Finanzverwaltung in einem Verein verantwortlich und heißt auch Kassenwart*in oder Kassierer*in. 

    Er oder sie hat vielfältige Aufgaben: Unter anderem die Verwaltung des Vereinsvermögens, das Einziehen der Mitgliedsbeiträge, das Sammeln von Spenden und das Beantragen von Zuschüssen. 

    Wann endet die Amtszeit eine*r Schatzmeister*in?

    Die Amtszeit endet entweder zum vereinbarten Zeitpunkt. Oder das Amt kann dem oder der Kassenwart*in entzogen werden bei grober Fahrlässigkeit (zum Beispiel wenn die Vereinskasse nicht korrekt geführt wurde), da das Vertrauensverhältnis zerstört ist. 

    Was passiert, wenn der oder die Kassierer*in Fehler übersieht?

    Wenn einem Profi (zum Beispiel eine*r Mitarbeiter*in einer Bank oder einer Steuerkanzlei) ein Fehler durchgeht, ist diese Person dafür haftbar. Macht ein*e ehrenamtliche*r Kassierer*in diesen Fehler, haftet diese Person nur, wenn sie grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat – ansonsten nicht.

    Fazit: Der Aufgabenbereich eine*r Schatzmeister*in ist sehr vielfältig und anspruchsvoll

    Ein*e Schatzmeister*in trägt viel Verantwortung und sorgt durch seine oder ihre umfangreichen Aufgaben ganz wesentlich dafür, dass euer Verein nicht in eine finanzielle Notlage gerät. Daher ist es wichtig, für diese Aufgaben eine geeignete Person zu wählen.

    Ihr solltet dieser Person auf der einen Seite absolut vertrauen können. Auf der anderen Seite solltet ihr sie für diese umfangreiche Arbeit wertschätzen. Das trägt auch zu einem besseren Vereinsklima bei.  

    Ihr habt Probleme dabei, eine*n neue*n Schatzmeister*in Kassenwart zu finden? Mit unserem Programm „Hauptamt-ready“ unterstützen wir euch dabei, eine hauptamtliche Stelle im Verein zu schaffen und eure ehrenamtlichen Vereinsmitglieder zu entlasten.

  • Energiesparen für Vereine: Wie du deinen Klub krisenfest machst!

    Erfahrt im Artikel umfassende Maßnahmen wie Energiesparen für Vereine schnell, nachhaltig und kostengünstig funktionieren kann

    Im Artikel findest du

    Untergangsstimmung oder große Chance?

    Energiesparen für Vereine war schon immer smart. Bislang haben es euch die Strom- und Gasrechnungen aber noch verziehen, wenn ihr bei dem Thema nicht so strikt wart. Das ändert sich in diesem Winter schlagartig. Die Energiekrise treibt die Preise so hoch, dass viele Klubs jetzt zu Energiesparprofis werden müssen, um im nächsten Jahr noch zahlungsfähig zu sein.

    Das klingt beängstigend, aus unserer Sicht kann es aber auch die Chance sein, euren Verein endlich nachhaltig aufzustellen. Wir haben für euch zusammengefasst, welche Möglichkeiten Vereine haben, um schnell Energie einsparen zu können. Vielleicht ist ja auch für dich ein Punkt dabei, den dein Verein noch nicht auf der Rechnung hatte.

    Unnötige Stromfresser vom Netz nehmen

    Strom ist bereits jetzt deutlich teurer als noch Anfang des Jahres. Umso mehr lohnt es sich, besonders ältere Elektrogeräte vom Netz zu nehmen. Braucht ihr jetzt im Winter euren Kühlschrank in der Halle oder im Vereinsheim unbedingt?  Den Kasten Bier könnt ihr zur Not auch draußen kaltstellen. 

    Außerdem solltet ihr für Transparenz in Sachen Energieverbrauch schaffen. Am besten identifiziert ihr dazu alle eure Stromverbrauche mit ihren jeweiligen Verbrauchswerten. Tragt eure Erkenntnisse in eine zusammenfassende Liste ein und entscheidet dann, an welchen Stellen ihr sparen könnt.

    Strommessgeräte könnt ihr euch dafür oft auch in der lokalen Bibliothek ausleihen. Hier könnt ihr nachschauen, ob das auch in eurer Umgebung möglich ist. 

    Eine Anleitung zum richtigen Gebrauch von Strommessgeräten sowie weitere Energiespartipps bekommt ihr bei der Stiftung Warentest.

    Auf LED-Beleuchtung setzen

    Beleuchtung vom Netz zu nehmen, macht beim Energiesparen für Vereine meist weniger Sinn. Klar solltet ihr auch hier drauf achten, Hallen-, Kabinen und Platzbeleuchtung so früh wie möglich nach Gebrauch abzuschalten. 

    Euer Verein sollte spätestens jetzt überall dort, wo es möglich ist, auf LED-Technologie umstellen. Die ist heutzutage für fast alle Beleuchtungs-Arten verwendbar und spart gegenüber anderen Lampen-Arten bis zu 80 Prozent an Energie. Dazu ist sie langlebiger und enthält keine Schadstoffe. 

    Um mit dem Hallen- und Flutlicht auch die richtig fetten Stromfresser auf sparende LED-Technik umzurüsten, kann es schnell teuer werden. Oft könnt ihr euch hierbei aber auf Landes- oder Bundesebene 30 bis 40 Prozent der Kosten fördern lassen.

    Sportplatzwelt hat hierzu einen ausführlichen Beitrag geschrieben und gibt euch Tipps, wie ihr an die Fördertöpfe kommt. Bei einer Stromersparnis von 60 Prozent im Vergleich zur alten Anlage amortisiert sich die Investition in LED bereits nach etwa 4 Jahren.

    Macht euer Heizsystem effizienter

    Bei Fenstern und Türen denken wir gleich daran, wie wichtig eine gute Dämmung ist. Aber auch schlecht isolierte Heizungsrohre und Warmwasserleitungen können zum Energiegrab werden. 

    Daneben ist es sehr effektiv, eure alten Heizungspumpen durch Hocheffizienzpumpen auszutauschen. Die verbrauchen verglichen mit älteren Pumpen oft nur 10 Prozent des Stroms. Das Sparpotenzial durch den Austausch von alten Heizungspumpen wird meist unterschätzt. In Haushalten sind sie mit 10 % der jährlichen Stromkosten oft die größten Stromfresser. 

    Überlegt euch auch, wie warm ihr eure Räumlichkeiten wirklich heizen müsst. Der Deutsche Städtetag empfiehlt Vereinen ausdrücklich die Absenkung der Raumtemperatur in Sport- und Turnhallen im gesetzlichen Rahmen.

    Hier eine Orientierungshilfe: Nach der DIN-Norm 18031-1 wird bei Sporthallen eine Raumtemperatur von 17°C empfohlen. Als Mindesttemperatur gelten laut der AMEV 15°C, bei schulischer Nutzung der Hallen 17°C. 

    Für die andern Räumlichkeiten gelten folgende Empfehlungen:

    • 22° C für Duschräume
    • 20°–21°C für Büros
    • 19°–20°C für den Ausschank
    • Durchgangsbereiche wie Flure, Foyers oder Technikräume gar nicht mehr beheizen

    Messt Raumlufttemperatur sowie Raumluftfeuchte mit einem Thermometer bzw. Hygrometer und passt eure Heizleistung dementsprechend an. Die relative Luftfeuchte sollte dabei zwischen 45 und 60 Prozent liegen.

    Wer noch einen Schritt weiter gehen will, kann auf eine smarte Heizungssteuerung durch spezielle Thermostaten setzen. Die könnt ihr auch selber austauschen und die Temperaturen in euren Anlagen von überall aus steuern. 

    Tipp: Lasst euren Energieverbrauch analysieren.

    Fühlt ihr euch mit jetzt etwas überfordert? Das ist nachvollziehbar, denn die meisten von euch sind ja keine ausgebildeten Energieexperten. Aber so einen könntet ihr euch natürlich trotzdem mal in eure Sportanlage holen. Ein Energieberater kann mögliche Fehler in eurem Heiz- und Belüftungssystem aufdecken. 

    Bei der Sportvereinigung Feuerbach lag ein solcher Fehler in der Lüftung der Turnanlage. Durch die Energieanalyse konnte der Verein den Energieverbrauch um rund 25 Prozent senken. 

    „Je stärker man Luft hinzugefügt hat, so wurde in gleichem Maße Luft am Dach wieder herausgeblasen. Energetisch natürlich der Wahnsinn!“

    Benjamin Haar, Geschäftsführer SV Feuerbach

    Holt eure Mitglieder mit ins Boot!

    Viel hängt natürlich auch vom Verhalten eurer Sportler*innen ab. Die heiße Dusche nach dem Training mutiert gerne mal zum ausgedehnten Plausch in der Mannschaft. Diesen Winter kommt euch das teuer zu stehen. Sprecht daher mit allen Mitgliedern und sensibilisiert sie für die Thematik.

    Wirkungsvolle Maßnahmen in diesem Bereich sind Belohnungssysteme und ein gemeinsames Brainstorming für Ideen zum Energiesparen für Vereine. Langfristig könnt ihr auch einmal pro Jahr eine Aktion starten, die das Thema Nachhaltigkeit im Sportverein in den Mittelpunkt stellt. Fest steht: Mit kurzen, kalten Duschen können eure Sportler ihre Vereinsliebe unter Beweis stellen.

    Duschköpfe und Armaturen austauschen

    Wann habt ihr das letzte Mal eure Duschköpfe ausgetauscht? Wassersparende Duschköpfe verbrauchen nur etwa 6 bis 9 Liter Wasser pro Minute. Bei älteren Duschköpfen beträgt der Verbrauch hingegen 15 bis 20 Liter. Bei Waschbecken ist das Einsparpotenzial mit wassersparenden Armaturen ähnlich hoch.

    Der TÜV-Rheinland hat hier ausführlicher zusammengefasst, wann ein Wechsel sinnvoll ist und was ihr dabei beachten solltet.

    Macht euch Hauptamt-ready!

    Wie bitte? Ja richtig gehört, auch beim Thema Energiesparen für Vereine lohnt es sich, euren Klub mit einem Hauptamt professioneller aufzustellen. Alleine schon, um sich um eine Analyse der Energieverbrauchs zu kümmern, fehlt vielen ehrenamtlich geführten Vereinen schlichtweg die Zeit.

    Der SV Vaihingen ist ein Beispiel dafür, was das bedeuten kann. Nachdem der Stuttgarter Verein ein Hauptamt eingeführt hat, konnte sich endlich jemand um die Fixkosten für Strom und Energie kümmern. Hier gehts zum ausführlichen Magazin-Artikel

    Durch Anbieterwechsel und Verhandlungen konnte der SV Vaihingen viel Geld sparen. Alleine dadurch hat sich das eingeführt Hauptamt schon fast selbst refinanziert. 

     

    „Die Energieverträge waren gefühlt 100 Jahre alt und wurden einfach von Jahr zu Jahr verlängert, ohne die Konditionen zu verbessern. Ich habe dann angefangen, alles auf den Prüfstand zu stellen."

    Markus Löw, Hauptamtlicher beim SV Vaihingen

    Dabei handelt es sich um einen mittel- bis langfristigen Ansatz. Aber auch wenn die Energiekrise zu sofortigem Handeln zwingt: Das Thema Nachhaltigkeit solltet ihr in jedem Fall langfristig angehen. Und womöglich braucht ihr in eurem Verein jemanden, der sich darum auch über lange Zeit kümmern kann. Wir von Klubtalent unterstützen Vereine mit unserem „Hauptamt-ready-Programm“ dabei, ihre Vorstände und die Mitglieder durch hauptamtliche Mitarbeiter zu entlasten.

    Tipp: Den Strom und Gasversorger wechseln

    Habt ihr bereits die Kapazitäten für einen möglichen Wechsel eurer Anbieter? 

    Dann checkt als erstes unbedingt euren Mietvertrag eurer Sportanlage bevor ihr euch ausführlicher mit dem Thema befasst. Solange es darin nicht anders vereinbart wurde, kann euer Verein selber entscheiden, bei welchem Anbieter er Strom und Gas bezieht. Auf ehrenamt24  bekommt ihr wertvolle Tipps, wie ihr bei einem Wechsel vorgehen solltet und welche Rolle die Größe eures Vereins dabei spielt.

    Energiesparen für Vereine: Welche Fördermaßnahmen und Hilfspakete gibt es?

    Vom Bund werden 2023 zusätzliche 400 Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten zur Verfügung gestellt. Die Fördermaßnahmen laufen über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“. 

    Im Rahmen des Programms haben 2022 schon fast 750 Kommunen mit 995 Projektskizzen Förderungen im Volumen von 2,7 Mrd. Euro beantragt. 476 Mio. Euro standen zur Verfügung. 

    In der folgenden Übersicht findet ihr die Links zu den Empfehlungen der Landessportbünde zum Energiesparen für Vereine. 

    Und jetzt gilt's loszulegen!

    Wir hoffen natürlich, ihr habt jetzt richtig Bock das Thema anzugehen. Oder euer Klub ist energetisch schon so gut aufgestellt, dass ihr relativ entspannt in den Winter gehen könnt, umso besser. In der folgenden Übersicht sind nochmal alle Punkte zusammengefasst. Falls ihr euch weiter informieren wollt: Der DOSB beantwortet auf seiner Seite zur Energiekrise viele offene Fragen, die Vereine zur Thematik haben. 


    To-do Liste zum Energiesparen für Vereine:

    • alle Stromverbraucher mit jeweiligen Verbrauchswerten auflisten
    • unnötige Stromfresser vom Netz nehmen
    •  überall, wo es möglich ist, auf LED-Technologie umrüsten
    • Heizungsrohre und Warmwasserleitungen dämmen
    • alte Heizungspumpe durch Hocheffizienzpumpe ersetzen
    • Wassersparende Duschköpfe und Armaturen einbauen
    • Hauptamt einführen
    • Raumlufttemperatur auf Mindestvorgaben runterregulieren
    •  optional: smarte Heizungssteuerung einbauen
    • Energetische Analyse durch Energieberater machen lassen
    • Mitglieder sensibiliseren
    • gemeinsames Ideen-Brainstorming
    • jährliche Aktion zum Thema Energiesparen für Vereine
    • den Strom- und Gasversorger wechseln
    • Förderungen zur energetischen Sanierung beantragen
  • Vereinssoftware: Die 4 besten Programme im Vergleich

    Mit einer Vereinssoftware die Arbeit deutlich erleichtern und Zeit sparen. Wir zeigen euch wie. 

    Im diesem Text erfährst du:

    Was ist eine Vereinssoftware?

    Eine Vereinssoftware erleichtert es euch und eurem Vorstand, den Verein besser zu verwalten.
    Durch die vielen Funktionen unterstützt sie euch unter anderem beim Verwalten der Mitglieder, bei der Buchhaltung und der Kommunikation mit den Vereinsmitgliedern. Die Vereinsverwaltung wird dadurch deutlich schneller, denn alle Daten liegen digital und übersichtlich an einem Ort.
    Mit einer Vereinssoftware spart ihr also viel Zeit und Arbeit und sorgt für eine einfachere Zusammenarbeit im Verein.
    Welche Software am besten geeignet ist, hängt unter anderem von der Größe eures Vereins, dem benötigten Funktionsumfang und dem vorhandenen Budget ab.
    Die vier besten Programme stellen wir euch hier vor:

    easyVerein

    Die Software easyVerein wurde – wie der Name schon sagt – speziell für Vereine entwickelt. Sie ist für alle Vereine (wie Sport-, Musik-, Kulturvereine und Hilfsorganisationen) geeignet. easyVerein bietet verschiedene Lizenz- und Preismodelle an. Je nach euren Bedürfnissen könnt ihr jederzeit Funktionen zubuchen oder abbestellen.

    Es gibt eine kostenlose Demoversion, die ihr zeitlich unbegrenzt testen könnt.

    Was ihr mit der Software machen könnt:

    • alle Stamm- und Kontaktdaten, Rechnungen und Dokumente zentral an einem Ort sammeln
    • Mitglieder und ihre Stammdaten immer und überall online aktualisieren und verwalten
    • über das Online-Aufnahmeformular neue Mitglieder schnell und einfach selbst registrieren lassen
    • Serien-E-Mails und -briefe direkt in der Software erstellen und an Mitglieder verschicken
    • Termine und Aufgaben verwalten
    • Inventar verwalten
    • alle Einnahmen und Ausgaben des Vereins erfassen und einen schnellen Überblick über die finanzielle Situation verschaffen      
    • Bankumsätze automatisch abrufen
    • Belege hochladen und mit den entsprechenden Buchungen verknüpfen
    • Beitragsrechnungen für Mitglieder automatisiert erstellen 
    • Sammellastschriften und Sammelüberweisungen erstellen
    • Spendenbescheinigungen ausstellen
    Quelle: easyverein.com

    Vorteile:

    • kostenloser Support (Telefon, Chat, E-Mail)
    • App für Smartphones und Tablets
    • Einnahmenüberschussrechnung möglich
    • Online-Banking-Schnittstelle
    • DATEV-Schnittstelle für die Zusammenarbeit mit der Steuerberatung
    • SEPA-Schnittstelle
    • eigener Mitgliederbereich für internen Austausch
    • Online-Aufnahmeformular
    • Mitglieder können ihre Daten selbstständig aktualisieren
    • GoBD-konform 
    • DSGVO-konform
    • klimaneutral 
    • deutscher Serverstandort
    • Förderung für gemeinnützige Hilfsorganisationen möglich

    Nachteile:

    • keine Umsatzsteuervoranmeldung über ELSTER möglich

    Linear Vereinsverwaltung

    Linear Vereinsverwaltung ist eine Vereinssoftware, die für sämtliche Vereinsarten (wie Angel-, Tierschutz-, Sport-, Musik- und Umweltverein) genutzt werden kann. 

    Sie ist flexibel an die Bedürfnisse eures Vereins anpassbar. Es gibt verschiedene Varianten und Preismodelle mit unterschiedlichen Funktionen. Nicht bei allen Produkten sind alle Funktionen enthalten – zum Beispiel ist die Client-Server-Lösung erst bei der Premium-Version inklusive.

    Client-Server-Lösung bedeutet in diesem Fall, dass ihr die Software nicht über einen Webbrowser nutzt, sondern sie auf eurem eigenen Server installiert, damit ihr von mehreren Arbeitsplätzen darauf zugreifen könnt.

    Ihr könnt die Vollversion 30 Tage kostenfrei testen. 

    Was ihr mit der Software machen könnt:

    • beliebig viele Mitglieder und Adressen verwalten  
    • Benutzer*innen unterschiedliche Rechte (Schreib-, Leserechte) geben
    • Termine, Wiedervorlagen und Kontakte verwalten
    • (Serien-)Briefe und E-Mails erstellen und verschicken 
    • Spendenquittungen ausstellen
    • Einnahmen und Ausgaben buchen
    • Kassenbuch führen
    • Beiträge automatisch einziehen und buchen
    • offene Posten anzeigen und eventuell Mahnungen verschicken
    • Beitragsrechnungen schreiben 
    • Vereinsentwicklung auswerten
    • Anlagen und Inventar verwalten  
    Quelle: linear-software.de

    Vorteile:

    • kostenloser Support (Hotline, FAQ, Lernvideos, Schulungen)
    • DATEV-Schnittstelle für Datenaustausch mit der Steuerberatung 
    • Online-Banking-Schnittstelle
    • SEPA-Einzel- und Sammelüberweisungen
    • GoBD-konform
    • DSGVO-konform
    • Einnahmenüberschussrechnung möglich
    • Umsatzsteuervoranmeldung möglich

    Nachteile:

    • gratis Testversion nur 30 Tage nutzbar

    ClubDesk

    ClubDesk kann ebenfalls für alle Vereine und Clubs eingesetzt werden und auch hier gibt es verschiedene Versionen und Preismodelle, die ihr individuell für euren Verein erweitern könnt. 

    Für die Buchhaltung ist ClubDesk weniger gut geeignet als easyVerein und Linear Vereinsverwaltung – unter anderem, weil ihr die Daten nicht mit der Steuerberatung teilen könnt.

    Dafür hat die Software aber andere Stärken. Ihr könnt darüber zum Beispiel eure Website bauen und pflegen.

    ClubDesk bietet eine eingeschränkte Gratisversion für kleine Vereine. Außerdem könnt ihr die kostenpflichtigen Versionen kostenfrei und unverbindlich 30 Tage testen. 

    Was ihr mit der Software machen könnt:

    • an einem Ort alle Vereinsdaten und -dokumente sammeln, aktualisieren und verwalten
    • neue Mitglieder anlegen oder importieren
    • uneingeschränkt Zugriffsrechte vergeben und verwalten
    • Termine und Veranstaltungen planen
    • Serienbriefe und E-Mails an Mitglieder senden
    • Mitgliedern eine Vereins-E-Mail-Adresse erstellen
    • die Vereins-Website erstellen und pflegen 
    • Rechnungen für Mitgliedsbeiträge schreiben
    • Einnahmen-Ausgaben-Rechnung führen
    • Spendenquittungen ausstellen
    • offene Rechnungen einsehen und Zahlungserinnerungen oder Mahnungen schicken
    • SEPA-Lastschriften einrichten
    • Kassenbuch führen
    • automatisch Buchungen für Rechnungen und Zahlungseingänge erstellen

    Vorteile:

    • kostenloser Support (Telefon, E-Mail, TeamViewer)
    • DSGVO-konform
    • Online-Banking 
    • Vereins-E-Mail-Adressen möglich
    • Einnahmenüberschussrechnung möglich
    • Serverstandort in der Schweiz

    Nachteile:

    • noch keine App
    • kann keine Anlagen und Inventar verwalten
    • keine Umsatzsteuervoranmeldung über ELSTER möglich
    • keine DATEV-Schnittstelle, um Daten mit der Steuerberatung zu teilen

    KURABU

    KURABU ist – wie die anderen Programme auch – für alle Vereine geeignet.  

    Mit dieser Vereinssoftware erledigt ihr die Buchhaltung zwar nur eingeschränkt – um zum Beispiel eure Vereinsausgaben zu erfassen, benötigt ihr momentan ein weiteres Tool. Dafür bietet der Kundenservice eine individuelle telefonische Beratung, umfangreiche Supportmöglichkeiten und ist schnell erreichbar. 

    Ihr könnt die Vollversion unverbindlich für 30 Tage kostenfrei testen. Danach richtet sich der Preis nach der Anzahl eurer Vereinsmitglieder. Neu gegründete Vereine können KURABU ein Jahr lang kostenlos nutzen.

    Die Variante KURABU lite ist gratis – allerdings ist der Funktionsumfang auf Mitgliedsanträge und Spendenverwaltung beschränkt.

    Was ihr mit der Software machen könnt:

    • alle Vereinsdaten und -dokumente übersichtlich an einem Ort verwalten
    • Veranstaltungen und Termine planen
    • Rechnungen automatisiert erstellen, ablegen und an Mitglieder versenden 
    • Zahlungserinnerungen per E-Mail schicken
    • automatisiert Spenden sammeln und Quittungen ausstellen
    • SEPA-Sammellastschriften einrichten
    • digitale Mitgliedsausweise erstellen
    • über den eigenen Mitgliederbereich alle Mitglieder informieren und einzeln mit anderen oder in Teams austauschen lassen durch E-Mail, Chatnachrichten, Pinnwand, News-Artikel etc.
    • Mitglieder über die Plattform eigene Daten und Dokumente einsehen und selbst pflegen lassen 
    •  eigene KURABU-Webseite einrichten
    Quelle: kurabu.com

    Vorteile:

    • umfangreicher kostenloser Support (E-Mail, Hotline, Online-Schulungs-Videos, Schulungen, FAQ)
    • digitaler Mitgliedsantrag
    • eigenes Vereinsbranding möglich (eigenes Logo hinzufügen, Vereinsfarben anpassen)
    • als App für Mitglieder verfügbar
    • E-Mails über eigene Vereinsadressen versenden
    • Unterstützung bei Förderanträgen möglich
    • Server in Deutschland
    • DSGVO-konform
    • Online-Banking möglich
    • Datenaustausch mit der Steuerberatung möglich

    Nachteile:

    • für die Buchhaltung nur eingeschränkt nutzbar
    • keine Umsatzsteuervoranmeldung möglich
    • keine Einnahmenüberschussrechnung möglich

    Gibt es auch kostenlose Vereinssoftware?

    Viele Hersteller bieten Gratis- oder Testversionen ihrer Vereinssoftware an. Diese Versionen haben aber einen begrenzten Umfang oder sind zeitlich befristet. 

    Daneben gibt es auch Open-Source-Software (zum Beispiel JVerein). Diese Software-Lösungen sind kostenlos, bieten eine schnelle Hilfe über die Community und sind häufig sehr gut entwickelte Programme. Allerdings sind sie oft kompliziert anzuwenden, Tools werden eventuell nicht weiterentwickelt, es gibt keine Updates oder es kann sehr schwierig sein, diese Programme in bereits vorhandene gekaufte Software zu integrieren.

    Fazit: Durch eine Vereinssoftware wird die Vereinsverwaltung erheblich leichter

    Jeder Verein braucht früher oder später ein Programm für die Verwaltung. Ihn mit Papier und Excel-Tabellen zu organisieren, ist viel zu unpraktisch und frisst wertvolle Zeit, die ihr an anderer Stelle besser einsetzen könntet. 

    Mit einer Vereinssoftware erleichtert ihr euch die Arbeit deutlich. Denn dadurch sind eure Vereinsdaten zentral an einem Ort gespeichert und ihr habt immer und überall Zugriff darauf. 

    Außerdem gehören Aktenstapel und Papierhaufen endlich der Vergangenheit an und die Verwaltung kann sogar Spaß machen. Ihr habt endlich mehr Zeit, euch in eurem Verein zu engagieren, auf Erfolge zu konzentrieren und das Vereinsleben zu genießen. 

    Wenn ihr euch unsicher seid, welches Programm für euch am besten ist, probiert es einfach aus. In der Regel gibt es eine gratis Testversion, mit der ihr direkt in das Tool hineinlunsen könnt. Unsere persönliche Empfehlung: KURABU.

    Ihr wollt euch nicht nur durch eine Vereinssoftware die Arbeit erleichtern? Dann ist unser Programm „Hauptamt-ready“ vielleicht genau das Richtige für euch. Wir unterstützen Vereine dabei, ihren Vorstand und die Mitglieder durch hauptamtliche Mitarbeiter zu entlasten.

  • Aufwandsentschädigung im Verein – So schafft ihr einen finanziellen Ausgleich fürs Ehrenamt

    Eine Aufwandsentschädigung im Verein würdigt und entlohnt alle im Ehrenamt. Hier erfahrt ihr, wer sie bekommen darf & worauf ihr achten solltet.

    Habt ihr in eurem Verein schon mal versucht, ein Ehrenamt zu besetzen – und es ließ sich partout niemand finden?

    Dann seid ihr in guter Gesellschaft, denn so geht es vielen Vereinen. Ohne die engagierte und oft unentgeltliche Arbeit von Freiwilligen könnten die anfallenden Aufgaben oft gar nicht bewältigt werden. Doch Ehrenämter sind nicht leicht zu besetzen, denn in der Regel gibt es mehr zu tun, als Freiwillige leisten können oder wollen. Das führt dann dazu, dass Aufgaben liegenbleiben. 

    Eine Aufwandsentschädigung kann Abhilfe schaffen. Sie sorgt für mehr Interesse an Ehrenämtern und macht es so leichter, offene Stellen zu besetzen. Dadurch werden alle im Verein entlastet. 

    Wie du Aufwandsentschädigungen für deinen Verein nutzen kannst, erklären wir dir in diesem Artikel.

    Was ist eine Aufwandsentschädigung?

    Eine Aufwandsentschädigung ist per Definition eine monetäre Gegenleistung für die Arbeitszeit, die eine Person einem gemeinnützigen Verein zur Verfügung gestellt hat. Gemeint ist dabei konkret die Arbeit, die sie ehrenamtlich für einen Verein geleistet hat. 

    Welche Arten der Aufwandsentschädigung gibt es?

    Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, den Arbeitsaufwand ehrenamtlicher Helfer*innen mit einer kleinen Summe zu entlohnen. Wir stellen sie dir kurz vor.

    Ehrenamtspauschale

    Eine Ehrenamtspauschale ist eine Aufwandsentschädigung, die für ehrenamtliche Tätigkeit gezahlt werden kann. Dabei ist zu beachten, dass Ehrenamtliche laut §3 Absatz 26a des Einkommensteuergesetzes nur maximal 840 Euro pro Jahr (Stand 2022) steuerfrei mit einer solchen Pauschale verdienen dürfen. Das sind etwa 70 Euro pro Monat. Alles darüber muss versteuert werden.

    Übungsleiterpauschale

    Eine Übungsleiterpauschale stellt dagegen besondere Anforderungen an die Tätigkeit. Als Übungsleiter*in darf nur pauschal entschädigt werden, wer einer ehrenamtlichen pädagogischen, künstlerischen oder pflegerischen Tätigkeit in einem Verein nachgeht. Dazu zählen unter anderem Trainer*innen, Dozent*innen, Betreuer*innen, Ausbilder*innen, Erzieher*innen oder Pfleger*innen. 

    Sie dürfen im Jahr bis zu 3.000 Euro steuerfrei (§3 Absatz 26 EstG) dazu verdienen. Was darüber hinausgeht, muss wie bei der Ehrenamtspauschale auch versteuert werden. 

    Welche Voraussetzungen gelten für Aufwandsentschädigungen?

    Nicht jede Person darf eine Aufwandsentschädigung bekommen. Es gibt einige Voraussetzungen und Einschränkungen, die ihr beachten solltet.

    Vorstand ist ausgenommen

    Vorstände sind generell “unentgeltlich tätig”, so sagt es §27 Satz 3 des BGB. Damit ist der Vorstand von Aufwandsentschädigungen erst einmal ausgenommen. 

    Um dem Vorstand doch eine Entschädigung für seine geleistete Arbeit zahlen zu können, muss in der Satzung eine entsprechende Regelung festgehalten werden. Das gilt ebenso, wenn Pauschalen an Helfer*innen gezahlt werden sollen, die nicht zum Vorstand gehören. 

    Arbeit muss im Nebenerwerb stattfinden

    Wer eine der pauschalen Aufwandsentschädigungen beziehen möchte, darf nur nebenberuflich im Verein tätig sein. Die Person kann also nicht Vollzeit im Verein arbeiten und die über die Ehrenamtspauschale hinausgehenden Einnahmen einfach versteuern. 

    Als Faustregel gilt: Sie darf nur maximal ein Drittel der Zeit, die sie für ihren Hauptberuf aufwendet, im Ehrenamt tätig sein.

    Ehrenamt muss dem richtigen Zweck dienen

    Eine Pauschale darf nur gezahlt werden, wenn das Ehrenamt einem gemeinnützigen, mildtätigen (Unterstützung einzelner Hilfsbedürftiger) oder kirchlichen Zweck dient.  

    Entsprechend darf ein Ehrenamt nur in gemeinnützigen, kirchlichen oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften (z. B. auch Schulen und Universitäten) pauschal entschädigt werden.

    Daraus folgt, dass eine ehrenamtliche Tätigkeit keinem kommerziellen Zweck dienen darf. Betreiber*innen der Vereinskneipe oder Verantwortlichen für Sponsoren steht keine Ehrenamtspauschale zu.

    Aufwandsentschädigung ist an die Tätigkeit gebunden

    Eine Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschale darf für eine konkrete Tätigkeit auch nur einmal gezahlt werden. Wenn also der Vereinsrasen von einem ehrenamtlichen Helfer gemäht wird, kann für diese Tätigkeit kein zweites Ehrenamt vergütet werden. 

    Es ist daher stets ratsam, in Ehrenamtsverträgen die genauen Tätigkeiten festzuhalten.

    Pauschalen gelten nur einmal pro Jahr und Person

    Der Freibeträge von 840 Euro bzw. 3.000 Euro dürfen nur einmal pro Jahr geltend gemacht werden. Wenn eine Person also in mehreren Vereinen ehrenamtlich hilft, darf sie nur in einem Verein eine Aufwandsentschädigung in Anspruch nehmen.

    Aufwandsentschädigung vs. Aufwendungsersatz

    Achtung: Verwechselt die Aufwandsentschädigung nicht mit dem Aufwendungsersatz (auch Aufwandsersatz). Ein Aufwendungsersatz steht grundsätzlich jedem zu, auch dem Vorstand, wenn im Interesse des Vereins Auslagen entstanden sind. Dazu gehören zum Beispiel:

    • Nutzung des privaten Fahrzeugs
    • Nutzung des privaten Telefons
    • Versandkosten
    • Kosten für Reise und Unterbringung

    Wenn du beispielsweise mit dem privaten Fahrzeug zu einem Kongress eines Dachverbandes fährst und dafür in ein Hotel eincheckst, kannst du dir die Kosten vom Verein in der Regel erstatten lassen. Es darf aber niemals die Arbeitszeit erstattet werden, sondern nur die reine finanzielle Aufwendung. 

    Fazit: Aufwandsentschädigung oder doch Hauptamt – Was ist sinnvoll?

    Ein Ehrenamt ist immer ein freiwilliges Engagement. Nicht jede*r hat ausreichend Zeit und Kraft, sich neben dem Hauptberuf und privaten Verpflichtungen noch unentgeltlich für einen guten Zweck einzusetzen. Das merken auch viele Vereine, denn für sie wird es immer schwieriger, ihre Ehrenämter zu besetzen.

    Eine Aufwandsentschädigung kann einen Anreiz bieten, doch noch aktiv zu werden. Durch den Obolus fühlen sich Freiwillige in ihrem Einsatz wertgeschätzt und können ihr Gehalt ein wenig aufstocken. Und je mehr Ehrenämter ausgefüllt werden, desto ausgeglichener sind die Aufgaben im Verein verteilt, was allen zugutekommt. 

    Bei einer Einsatzzeit von weniger als fünf Stunden pro Monat macht eine Aufwandsentschädigung allerdings wenig Sinn. Der bürokratische Aufwand für euren Verein würde den Nutzen wahrscheinlich übersteigen. 

    Bei einem Engagement, das fünf Stunden pro Woche übersteigt, könnt ihr auch über ein Hauptamt nachdenken. Ein Minijob ist beispielsweise mit einer Ehrenamtspauschale kombinierbar. Es muss dann ein Anstellungsvertrag mit dem Verein geschlossen werden. Gleiches gilt für den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro jährlich, wobei für dieses Konstrukt keine andere Anstellung vorhanden sein darf. 

    Es sind aber auch Teilzeit- oder sogar Vollzeitstellen denkbar. Viele größere Vereine haben besondere Vertreter ernannt, die je nach Aufgabenverteilung im Verein bestimmte Verantwortungsbereiche in einem Anstellungsverhältnis übernehmen. Das könnten beispielsweise die Geschäftsführung oder die Öffentlichkeitsarbeit sein. 

    Wenn du wissen möchtest, inwiefern Aufwandsentschädigungen oder Hauptämter in deinem Verein sinnvoll sind, beraten wir dich gern in unserem Programm Hauptamt-Ready.

  • Der Vorstand im Verein: Die wichtigsten Aufgaben und Pflichten

    Das Vereinsrecht besagt, dass der Vorstand das gesetzliche Vertretungsorgan eines Vereins ist (geregelt in § 26 BGB). Der vertretungsberechtigte Vorstand eures Vereins sollte aus mindestens zwei Personen bestehen, um immer handlungsfähig zu sein. Der oder die erste Vorsitzende, der oder die zweite Vorsitzende und der oder die Schatzmeister*in bilden in der Regel diesen Vorstand. Bei mehreren Personen setzt sich bei Beschlüssen die Mehrheit der Vorstandsmitglieder durch.  

    Euer Vorstand vertritt den Verein nach außen gerichtlich und außergerichtlich als gesetzlicher Vertreter und führt nach innen die Geschäfte des Vereins.

    Daraus ergeben sich für euren Vorstand viele Aufgaben. 

    Ein Überblick – Die 7 wichtigsten Aufgaben im Vereinsvorstand 

    Der Vorstand ist dafür verantwortlich, dass die Satzung aktuell bleibt und die gesetzlichen und steuerlichen Pflichten eures Vereins eingehalten werden. 

    Seine Aufgaben im Einzelnen sind: 

    Aufgabe Nr. 1 des Vereinsvorstands: Den Zweck des Vereins verwirklichen

    Der Zweck eures Vereins wird in der Satzung bestimmt. Die Vorstandsmitglieder müssen darauf achten, dass er vorangetrieben und eingehalten wird. 

    Mögliche Methoden: 

    • die Buchführung machen
    • Rücklagen bilden
    • vorhandene Mittel für gemeinnützige Zwecke ausgeben

    Aufgabe Nr. 2 des Vereinsvorstands: Die Interessen des Vereins beachten

    Euer Vorstand ist berechtigt, Mitglieder sofort aus dem Verein zu werfen, wenn sie grob gegen seine Interessen handeln. Auch einem Vorstandsmitglied droht der Ausschluss, wenn es sich über die Interessen eures Vereins hinwegsetzt. 

    Mögliche Methoden:

    • eine außerordentliche Mitgliederversammlung ansetzen
    • einen Vertreter vor Gericht bestimmen

    Aufgabe Nr. 3 des Vereinsvorstands: Die eigene Haftung rechtlich absichern

    Auch wenn ein Vorstandsmitglied ehrenamtlich im Verein tätig ist, kann es in Haftungsfällen belangt werden (zum Beispiel bei zu spät abgegebenen Fördermittelanträgen, fehlerhaften Spendenquittungen oder Steuerschulden). 

    Schon im eigenen Interesse sollte sich der Vorstand durch Fachleute über einen umfangreichen Versicherungsschutz, rechtliche und Finanzangelegenheiten beraten lassen, um den Verein und sich selbst zu schützen. 

    Mögliche Methoden:

    • eine Vereinshaftpflichtversicherung abschließen, um den Verein vor Schadenersatzansprüchen zu bewahren
    • den Vorstand durch eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung absichern, damit er nicht persönlich mit seinem privaten Vermögen haftet  

    Aufgabe Nr. 4 des Vereinsvorstands: Das Vermögen des Vereins verwalten 

    Ein gemeinnütziger Verein darf keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen und muss trotzdem handlungsfähig bleiben (um zum Beispiel Ausrüstung zu kaufen und die Trainingshalle zu renovieren). Keine leichte Aufgabe. 

    Es ist empfehlenswert, dass eure Vorstandsmitglieder prüfen, wie viel Vereinsvermögen vorhanden ist, wofür es ausgegeben werden darf und wie sich für den Verein mehr herausholen lässt. Der Vorstand hat dabei zwar Handlungsfreiheit. Er sollte das Geld allerdings konservativ und ordnungsgemäß sinnvoll anlegen (das bedeutet, wie ein*e ordentliche*r Geschäftsmann*Geschäftsfrau). 

    Mögliche Methoden:

    • Spendengelder sammeln 
    • Inventuren machen 
    • die Vermögenswerte des Vereins versichern
    • Finanzierungs- und Haushaltspläne schreiben 

    Aufgabe Nr. 5 des Vereinsvorstands: Die Mitglieder verwalten 

    Die Mitglieder eures Vereins zu betreuen, ist eine wesentliche Aufgabe des Vorstands. Er erklärt den neuen Mitgliedern die gültigen Vereinsregelungen, nimmt sie auf und verwaltet sie. Die Mitglieder und ihre Mitgliedsbeiträge müssen dabei ordnungsgemäß erfasst werden. 

    Mögliche Methoden:

    • Vorträge halten
    • über die Vereinsregeln, die Satzung und gesetzlichen Auflagen informieren
    • ein Verzeichnis über die Mitglieder führen
    • die Beiträge der Mitglieder prüfen und einziehen

    Aufgabe Nr. 6 des Vereinsvorstands: Die rechtlichen Aufgaben 

    Der Vorstand ist dafür verantwortlich, dass die rechtlichen und steuerlichen Pflichten eingehalten werden. 

    Mögliche Methoden:

    • Rechnungen bezahlen
    • Verträge erfüllen
    • Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen ordnungsgemäß durchführen und Mitglieder wahrheitsgemäß und vollständig über den aktuellen Stand der Vorstandsarbeit informieren 
    • spätestens am Ende der Amtszeit einen Rechenschaftsbericht vorlegen 
    • Jahresabschlüsse anfertigen
    • die Buchhaltung erledigen
    • Steuererklärungen abgeben
    • sich an die Schweigepflicht halten und nach außen nicht über Geschäftsvorfälle und Vereinsinterna sprechen 
    • den Verein im Außenverhältnis vertreten (unter anderem beim Finanzamt, beim Registergericht, bei Banken)

    Aufgabe Nr. 7 des Vereinsvorstands: Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für den Verein

    Wenn ihr als Verein neue Mitglieder gewinnen, auf Projekte aufmerksam machen und Spenden sammeln wollt, kommt ihr um (Online-)Marketing und Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr herum. 

    Eure Vorstandsmitglieder sollten dabei auf die gängigen Social-Media-Kanäle eurer Zielgruppe zurückgreifen (zum Beispiel Facebook und Instagram).

    Empfehlenswert ist auch, eine aktuelle, moderne Website mit einem eigenen Blog zu haben. Dort könnt ihr Interessent*innen regelmäßig rund um eure Themen und euren Verein auf dem Laufenden halten.  

    Während die Marketing-Maßnahmen auch von Mitgliedern entwickelt und umgesetzt werden können, hat der Vorstand doch die Verantwortung für alles, was ihr veröffentlicht. Alle Ideen sollten deshalb mit ihm abgesprochen werden.

    FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Vorstand im Verein

    Zum Thema Vereinsvorstand gibt es unserer Erfahrung nach oft jede Menge Fragen. Die häufigsten wollen wir euch beantworten:

    Wie werden die Vorstandsmitglieder gewählt?

    Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand (§ 27 BGB). In der Regel entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen darüber, welche*r Kandidat*in das Vorstandsamt antritt. In der Vereinssatzung kann festgesetzt werden, dass ein neues Vorstandsmitglied allein durch den Vereinsvorstand bestimmt werden darf. 

    Wie lange ist der Vorstand im Amt?

    Wie lange ein Vorstandsmitglied im Amt bleibt, ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die Amtszeit wird bei der Wahl oder in der Satzung festgelegt. Um mögliche Vorstände nicht von einer sehr langen Amtsperiode abzuschrecken und auch häufiger frische Ideen in den Verein zu holen, ist es empfehlenswert, alle zwei bis drei Jahre neu zu wählen. 

    Darf der Vorstand eine Vergütung bekommen?

    Grundsätzlich arbeitet ein Vorstandsmitglied ehrenamtlich. Es kann nur eine Vergütung bekommen, wenn das ausdrücklich in der Satzung vereinbart ist. Andernfalls riskiert ein Verein, dass er die Gemeinnützigkeit verliert. 

    Wenn euer Verein wächst und der Vorstand Mühe hat, alle Aufgaben zu bewältigen, könnt ihr auch ein Mitglied hauptamtlich als Geschäftsführer*in anstellen.

    Darf ein Vorstandsmitglied zurücktreten?

    Ein Vorstand darf normalerweise immer von seinem Amt zurücktreten – auch bevor die Amtszeit abgelaufen ist. Es gibt aber Ausnahmen: In der Satzung gibt es Sonderregelungen zum Rücktritt, der Vorstand ist im Verein angestellt (dann muss er oder sie den Rücktritt begründen) oder der Vorstand tritt zu einer „Unzeit“ zurück (das bedeutet, der Verein wird dadurch handlungsunfähig). 

    Fazit: Die Aufgaben eines Vorstands sind sehr vielfältig

    Der Vereinsvorstand ist für zahlreiche und umfangreiche Aufgaben verantwortlich. Er hat dadurch aber auch die Möglichkeit, daran zu wachsen und sich persönlich weiterzuentwickeln.

    Euer Vorstand hat durch seine Arbeit einen großen Einfluss darauf, wie gut die Stimmung im Verein ist, wie sehr sich die Mitglieder in die Vereinsarbeit einbringen und ob es durch Veranstaltungen ein aktives Vereinsleben gibt. 

    Wenn sich eure Vorstandsmitglieder stark mit dem Verein identifizieren, haben sie auch Spaß daran, den Vereinszweck voranzutreiben. Davon profitieren letztendlich alle in eurem Verein. 

    Euer Vereinsvorstand strampelt sich bei den vielen Aufgaben völlig ab? Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, ihn durch eine hauptamtliche Stelle zu entlasten? Mit unserem Programm „Hauptamt-ready“ unterstützen wir euch gerne dabei.