• JoinPolitics: Förderung für sportpolitische Aktivisten

    JoinPolitics fördert Talente mit 50.000€, die bereit sind politische Verantwortung zu übernehmen und ihre Ansätze nicht nur zu entwickeln, sondern auch selbst politisch umzusetzen.

    JoinPolitics fördert Talente, die bereit sind politische Verantwortung zu übernehmen und ihre Ansätze nicht nur zu entwickeln, sondern auch selbst politisch umzusetzen.

    Du möchtest mit deiner Idee Politik neu gestalten? Sie unterstützen dich in der Umsetzung mit Kapital, Know-how und Netzwerk.

    Du erhältst eine Starthilfe von bis zu 50.000 Euro. Hiervon können sowohl Lebensunterhaltskosten der Teammitglieder als auch andere Bedarfe wie Reisekosten, Trainings, Services oder Infrastruktur gedeckt werden. Die besonders erfolgreichen Talente können um eine Anschlussfinanzierung von bis zu 150.000 Euro pitchen.

  • LSB Berlin: Förderung Kiezkoordinations-Stelle (50%)

    Vereine aus Berlin können eine anteilige Zuwendung von max. 50% der förderfähigen Gesamtkosten von max. 15.000€ zum Einsatz einer ½ Personalstelle (19,5 Std.) erhalten.

    Förderprogramm zur Vereinsentwicklung 2021

    Für Berliner Sportorganisationen ist dieses Förderprogramm eine hervorragende Basis zur Anteilsfinanzierung ihrer bedarfsspezifischen Personalförderungim Rahmen einer individuellen Vereinsentwicklung im Kiez. Die inhaltliche Ausrichtung und Ausgestaltung des/der zu fördernden Kiezkoordinators/-in kann hierbei sowohl im Schwerpunkt der Weiterentwicklung sozialer Knotenpunkte sowie der Ansprache neuer, sozial benachteiligter Zielgruppen als auch im Auf- und Ausbau von Nachbarschaftshilfen und Netzwerken verortet sein.

    Die Auszahlung der Zuwendung zur Projektförderung erfolgt als einmaliger Zuschuss in Form einer Fehlbedarfsfinanzierung. Ein Sportverein/-fachverband kann eine anteilige Zuwendung von max. 50% der förderfähigen Gesamtkosten von max. 15.000€ zum Einsatz einer ½ Personalstelle (19,5 Std.) erhalten, eine Eigenleistung von min. 50% vorausgesetzt. Es sind die jeweiligen Ausgaben des Zuwendungsempfängers förderfähig, die der beantragten Personalstelle eindeutig zuzuordnen sowie zuzurechnen sind.

  • 6 ungewöhnliche Finanzziele für deinen Verein

    „Nachts ruhig schlafen können und „sich nicht wegen Geld streiten“ sind unter anderem dabei.


    Das Leben ist eindeutig zu kurz für Stress. Grund genug, die Arbeit im Verein so stressfrei wie möglich zu gestalten und entsprechende Finanzziele zu formulieren.

    Geld ist hierbei ein großer Faktor. Es kann der Grund für viele Konflikte und schlaflose Nächte sein, gleichzeitig aber auch ermöglichen sich von Stress und Sorgen freizukaufen oder sich sicher zu fühlen.

    Jetzt könnte man sagen: ok super, wir arbeiten einfach darauf hin, jeden Monat 10.000 EUR einzunehmen. Problem gelöst. Damit haben wir Geld und Geld haben = Spaß.

    Nicht ganz. Das Problem mit Glück, Spaß und Freude aber auch Stress ist: Es sind Gefühle und sie lassen sich nicht so gut mit einer Zahl messen. Denn Stress und Spaß entsteht bei jeder Person unter komplett unterschiedlichen Bedingungen. Während sich die eine Person bei 10.000 EUR auf dem Konto schon sehr sicher fühlt, geht bei einer anderen Person bei diesem Betrag die Herzpumpe an. Wenn wir wollen, dass unsere Finanz-Ziele nicht nur für uns Gültigkeit haben, sondern für alle, die im Verein arbeiten und auch langfristig für die Vorstände, die nach uns kommen, dann könnten Zahlen nicht die geeignete Basis für die Zielsetzung (und die Erfolgsmessung) sein.

    Zahlen als Ziele haben zudem häufig eins zur Folge: Enttäuschung, wenn diese nicht erreicht werden. Bist du als Verein nicht erfolgreich, wenn du statt 10.000 EUR nur 8.000 EUR Einnahmen erzielst? Enttäuschung ist das Gegenteil von Spaß, es ist ein negatives Gefühl. Wenn wir wollen, dass unsere Vereinsarbeit vor allem für positive Gefühle verantwortlich ist, ist es das Beste, wir vermeiden Situationen, die negative Gefühle auslösen.

    Wir haben deshalb als Basis für eine Zielsetzung folgende Stress- und Konflikt-Situationen rausgearbeitet, die vermieden werden sollen:

    1. Es gibt kein oder nicht genug Geld
    2. Man kann Geld bekommen, müsste dafür aber Dinge tun, die nicht den Werten entsprechen (z.B. ethisch fragwürdige Sponsoren ,Werte-Konflikt)
    3. Man kann Geld bekommen, müsste dafür aber Dinge tun, auf die man keine Lust hat (z.B. Förderanträge oder Reportings für Fördergelder schreiben, Sponsoren und Spender*innen um Geld bitten, Spaß-Konflikt)
    4. Es gibt genug Geld, aberes wird darum gestritten, woher es kommt, wer es bekommt und wer entscheiden darf, wer es bekommt (Konflikte aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen und Visionen)

    Finanzziele für euren Verein

    Hieraus sind folgende 6 Ziele entstanden:

    1. Nachts ruhig schlafen und keine Gedanken ums Geld machen
    2. Ideen verwirklichen
    3. So unabhängig wie möglich sein und unsere Werte schützen
    4. Nicht wegen Geld streiten
    5. Den Vereinszweck bestmöglich verfolgen
    6. Ausgeglichen sein und Spaß haben

    Im Folgenden seht ihr, wie diese Ziele auch erreicht werden könnten. Da einige Maßnahmen für mehrere Ziele wichtig sind, findet ihr manche Maßnahmen doppelt oder sogar dreifach vor. Eine Zusammenfassung aller Aufgaben findet ihr am Ende dieses Artikels.

    Einige Maßnahmen gehen über das Finanzielle hinaus, aber die Lösungen sind mit Geld zu haben.

    Ziel 1: Nachts ruhig schlafen und keine Gedanken ums Geld machen

    Wessen Konto schon einmal eine Talfahrt gen Null erfahren hat, weiß, dass kein Geld zu haben den Stress-Pegel exponentiell in die Höhe schnellen lässt. Eine drohende Insolvenz/Auflösung des Vereins ist definitiv ein Szenario, die einem den Schlaf regelrecht rauben kann. Aber wer immer auf 0 wirtschaftet, bei dem reichen auch schon kleinere Sorgen, um die Gedanken nicht mehr frei zu bekommen.

    Besser also, es kommt gar nicht erst dazu und es ist genug Geld da, um uns das ein oder andere Mal von Sorgen „freikaufen“ zu können.

    Folgende Szenarien können bei Vereinen Gründe für eine nervenaufreibende Abhängigkeits-Situation oder sogar eine Insolvenz sein. Wir möchten Geld nutzen, um diese Situationen zu vermeiden

    • Risiko 1: Wir haben kein oder nicht genug Geld auf dem Konto
      • Kein Geld haben = Stress
      • Geld haben = kein Stress
    • Risiko 2: Wir sind abhängig von einer Einnahme-Quelle (weil wir bspw. nur einen Groß-Sponsor haben), der jeden Moment abspringen könnte
      • Geld von nur einer Quelle bekommen = potentieller Stress
      • Geld von vielen Quellen bekommen = weniger Stress
    • Risiko 3: Wir finden keine Nachfolger*innen für Vorstands-Posten(oder andere Positionen im Verein). Dies ist bei 41% der Vereine in Deutschland das größte existenzielle Problem. Ohne Vorstand muss der Verein aufgelöst werden.
      • kein Geld für die Bezahlung des Managements haben = Stress, (gute) Nachfolgerinnen zu finden
      • Geld für Bezahlung der Organisation haben = kein Stress, weil im Zweifel mit Bezahlung (fast) immer gute Leute gefunden werden können
    • Risiko 4: Wir sind abhängig von der Hallensituation. Ohne Hallen, kein Sportbetrieb; ohne Sportbetrieb, kein Verein.
      • keine eigene Halle haben /wenig Hallenzeiten in der Kommune = Stress, um Hallenzeiten zu kämpfen
      • eigene Halle haben / genug Hallenkapazitäten in der Kommune = kein Stress

    Welche Maßnahmen führen dazu, dass ihr nachts ruhiger schlafen könnt?

    Das sind unsere Vorschläge:

    • Ein unantastbares Unterkonto Krisenabsicherung einrichten (mit einer Excel-Liste möglich) und hierauf jeden Monat per Dauerauftrag eine feste Summe überweisen (auch virtuell per Excel möglich, dies zeigen wir euch in einem nächsten Artikel). Die Einzahlung auf das Konto ist nicht verhandelbar. Angetastet werden darf das Geld nur – und zwar wirklich nur – bei Insolvenz-Drohung. Ziel: 6 Monate ohne Einnahmen überleben können.
    • Gezielt mehrere Einkommensströme aufbauen, sodass – wenn einer wegfällt – nicht die ganze Organisation wackelt
    • Eine regelmäßige Liquiditätsplanung einführen, um frühzeitig zu sehen, wann die Null-Linie in Richtung Minus überschritten wird
    • Eine Überbrückungs-Strategie abstimmen und im Zweifelsfall wissen, was wann wie zu tun ist. Die Überbrückungs-Strategie ist idealerweise in der Abteilungsordnung verankert, um Diskussionen zu vermeiden.
    • Ein Unterkonto für Rücklagen für Investitionen einrichten, auf das Geld für die Investition in die Infrastruktur (Sportstätte) oder für professionelle Lobby-Arbeit in Richtung Kommune bezüglich dem Ausbau der Sportstätten eingezahlt wird.
    • Attraktive Rahmenbedingungen schaffen, die es Ehrenamtler*innen ermöglichen, sich selbst zu verwirklichen und Spaß bei der Arbeit zu haben und so mehr Helfer*innen finden.
    • Langfristig ein Bezahlsystem für die Organisation aufbauen, um beispielsweise das Vereinsmanagement und das operative Geschäft auf ein bezahltes und nachhaltiges Fundament zu stellen.


    Ziel 2: Ideen verwirklichen

    Wenn ihr euch die letzten Jahre in eurem Verein anschaut. Überlegt doch mal kurz: Wie viel Ideen wurden direkt umgesetzt? Kurzer Blick in die Portokasse und ab gehts.

    Und wie viele eurer Ideen wurden stattdessen erstmal auf „später irgendwann“ verschoben und abgelegt in einer Schublade, auf einen Stapel anderer Ideen? Wir wollen gar nicht wissen, wie viele wertvolle Ideen und Projekte, die unsere Gesellschaft zum Positiven verändern könnten, in Vereinschubladen liegen.

    Wer kein Geld hat, dessen Antwort ist von Grund auf bei jeder Idee „Nein“. Und ein Nein nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder zu hören, das frustriert ganz schön.

    Wir möchten aber „Ja“ sagen können.

    „Ja sagen“hat aber auch immer etwas mit Mut zu tun, und wir Deutschen sind dafür nicht gerade bekannt. Nicht erst seit der aktuellen Corona-Situation wissen wir: Fühlen die Menschen sich sicher, dann investieren sie, gehen Risiken ein. Fühlen sie sich nicht sicher, bunkern sie und fahren ihre Ausgaben auf das Nötigste herunter.

    Um ein „Ja“ zu erleichtern, ist es also das Ziel, sich so sicher wie möglich zu fühlen. Wir gehen davon aus, dass wir uns als Menschen generell finanziell sicher fühlen, wenn:

    • genug Rücklagen auf dem Konto sind und wir den Verlust eines Teils davon verkraften können
    • auf das Konto regelmäßig mehr Geld reinkommt, als rausgeht.


    Wie könnt ihr erreichen, dass Ideen verwirklicht werden?

    Hier sind unsere Vorschläge:

    • Hilfreich ist hierbei die Empfehlung von Star-Investor Warren Buffet: Don’t save what’s left after spending, spend what’s left after saving. Bestenfalls bist du dein eigener Investor*in. Dies bedeutet, dass es ein Rücklagen-Konto für Investitionen gibt, auf das monatlich und unverhandelbar Geld eingezahlt wird. Wer sichergehen will, dass dies auch wirklich passiert, kann zusätzlich noch einen Passus in der Satzung / Abteilungsordnung einfügen.
    • regelmäßig Zeit damit verbringen, Gelder zu gewinnen. Das hört sich logisch an, aber wer jetzt in sich geht und einfach mal überlegt: Wie viel Zeit habe ich dieses Jahr schon darin investiert, dass wir mehr Einnahmen generieren? Der weiß, was ab morgen zu tun ist.
    • regelmäßige und kalkulierbare Einkommensströme (im Gegensatz zu Projektfinanzierungen) haben. Mitgliedsbeiträge sind hierbei der kalkulierbarste Einkommensstrom.
    • Mitgliedsbeiträge sind in einer Größenordnung haben, die zumindest einen großen Teil der Kosten deckt. Falls notwendig, eine Mitgliedsbeitragsanpassung durchführen.


    Ziel 3: Unabhängig sein und Werte schützen

    Finanzielle Abhängigkeit hat einen Preis. Das weiß jeder Verein, wenn ethisch fragwürdige Unternehmen an die Tür klopfen und mit Geldscheinen rumwedeln.

    Wer kein Geld und keine Werte-Strategie hat, kommt in einen Interessens-Konflikt „Ja ok“ sagen zu müssen, obwohl man am liebsten Nein schreien und die Faust nach oben strecken würde. Ein kurzer Blick aufs Konto, und schon sind die Werte – zumindest teilweise – über Bord geworfen. Ok für die einen, Integritätsverlust für die Anderen.

    Abhängigkeit kann aber auch an anderen Stellen entstehen. Der chronisch unpünktliche Trainer verbleibt dann eben, auch wenn es einen bis ins Mark nervt. Die chronisch unzuverlässige Person behält den Vorstandsposten, weil es sonst niemand macht.

    Und wieso? „Nein“ sagen und Grenzen zu setzen muss man sich einfach leisten können.

    Und wir wollen auch mal „Nein“ sagen können.

    Wie könnt ihr so unabhängig wie möglich bleiben?

    Das sind unsere Vorschläge:

    • bestmögliche Rahmenbedingungen aufbauen, um Mithelfer*innen und Trainer*innen für uns zu begeistern. Eine angemessene Bezahlung ist ein Teil davon.
    • eine hauptamtliche Stelle und Trainer*innen angemessen bezahlen, um das Kerngeschäft nachhaltig und personell unabhängig zu gestalten.
    • Geld-Ressourcen idealerweise auf mehrere Personen verteilen (falls dies mit der Lebenssituation der Personen vereinbar ist)
    • Unsere eigene*r Investor*in werden
    • Um den Einfluss einzelner Geldgeber*innen zu beschränken, kann in der Satzung ein Passus eingefügt werden, dass ein Sponsor nicht mehr als einen bestimmten Prozentsatz des Gesamthaushaltes stellen darf.
    • Fokus auf Mitgliedseinnahmen als wichtigste Einnahmequelle setzen. Der Anteil der Mitgliedseinnahmen ist bestenfalls der Mehrheits-Anteil (z.B. 60-70% der Einnahmen).

    Ziel 4: Nicht wegen Geld streiten

    Sich niemals zu streiten, ist ein Zustand, der wohl unerreichbar ist, sobald mehrere Menschen aufeinander treffen. Unterschiedliche Vorstellungen, Meinungen, andere Arbeitsweisen. Konflikte sind hierbei vorprogrammiert.

    Gleichzeitig gibt es jedoch fast nichts Teureres als (unterschwellige) Konflikte. Sie verschwenden Energie und führen häufig zu Demotivation und schlimmstenfalls sogar zu einer Trennung oder dem Abspringen einer oder mehrerer Personen, die teuer mit Zeit oder Geld ersetzt werden müssen.

    Dabei gibt es etwas viel Günstigeres: Prävention. Denn die meisten Konflikte würden sich schon mit ein paar wenigen Gesprächen, oder auch klaren Regeln gar nicht erst entstehen – um sie dann teuer beseitigen zu müssen.

    Deswegen haben wir überlegt, wie wir uns Konflikte „sparen“ können. Und zwar am besten dann, wenn der Status noch auf „best friends forever“ steht.

    Laut unserer Erfahrung gibt es in Geldfragen meist Diskussionen zu folgenden Themen:

    • Wo kommts her? (siehe Werte)
    • Wo gehts hin? (Senioren, Jugend?)
    • Wer darf entscheiden, wo es her kommt und wo es hingeht? (Ich, ich, ich)

    Klare Vereinbarungen und Regeln können helfen, dass es in vielen Situationen gar nicht erst zu Diskussionen kommt. Sie regeln die Erwartungshaltungen, sie limitieren den Ermessensspielraum einzelner (privater) Interessen.

    Ist Nachhaltigkeit und Gleichberechtigung beispielsweise ein Wert der Organisation, ist auch klar, dass dann gewisse Dienstleister*innen und Sponsoren nicht in Frage kommen, auch wenn diese günstiger sind oder mehr Geld bringen.

    Damit sich die Vorstände nicht nur dieses Jahr, sondern auch in 30 Jahren noch an diese Vereinbarungen halten, ist die Satzung das Werkzeug schlechthin, um die eigenen Werte-Vorstellungen auch langfristig zu verankern. Wir schreiben bspw. dem Thema Gleichberechtigung einen hohen Wert zu. Deswegen ist unsere Fokus auf Mädchenbasketball in unserer Abteilungsordnung fest verankert, gleich mit einer Geschlechter-Quote im Vorstand sowie einer festen Regelung, dass nach der Gründung des Teams eines Geschlechts, erst das andere Geschlecht zum Zuge kommen muss. Klar ist dann auch, dass die Gelderverteilung entsprechend unserer Satzung v.a. in die Jugend-Teams fließen.

    Es kann also sinnvoll sein, für die Gelderverteilung Quoten bzw. klare Regeln zu definieren. Hier ein paar Möglichkeiten:

    • Es gibt ein Bezahlsystem für die Mitarbeit im Verein, die das Zeitinvestment klar regelt
    • Es gibt eine Quote für Jugend-Investitionen (X% des Haushaltes müssen in Jugend-Teams investiert werden)
    • Es gibt eine Quote für die Verteilung der Ressourcen auf alle Organisations-Bereiche, um einseitige Investitionen zu vermeiden
    • Es gibt eine abgestimmte Überbrückungs-Strategie, die bspw. die Investitionen in Gehälter von Spielerinnen und Trainerinnen in finanziell schwierigen Phasen regelt (Schutz der Mitarbeiter*innen)

    Wie schafft ihr es, euch nicht wegen Geld zu streiten?

    Hier sind unsere Vorschläge:

    • regelmäßig die Werte-Vorstellungen abgleichen und einen Strategie-Workshop durchführen
    • regelmäßig moderierte Mediations-Sessions durchführen, gerade dann, wenn es gut läuft
    • Quoten, Regelungen und Anpassungen in der Satzung oder Abteilungsordnung einführen, die die Gelderverteilung langfristig nach den Wertevorstellungen regeln.
    • In Prävention investieren und eine „gemeinsame Willensbildung“ in der Satzung verankern. Diese bestimmt, dass bei Konflikten z.B. in eine professionelle und bezahlte Mediation von außen investiert wird.

    Ziel 5: Vereinszweck bestmöglich verfolgen

    Wenn wir ehrenamtlich arbeiten, dann weil wir fest davon überzeugt sind, dass unser Vereinszweck etwas Gutes in der Gesellschaft beitragen kann. Deswegen wollen wir, dass alle unsere Ressourcen (Zeit, Geld, Talent) für diesen Vereinszweck eingesetzt werden.

    Wir können unsere Vereinszweck bestmöglich verfolgen, wenn:

    • die finanziellen Mittel in Projekte fließen, die den Vereinszweck dienen (und nicht z.B. Bürokratie)
    • Die Besten der Besten für den Vereinszweck arbeiten und diesen vorantreiben
    • Wir die meiste Zeit mit der Verfolgung des Vereinszwecks verbringen

    Wie erreicht ihr bestmöglich eure Vereinsmission?

    Das sind unsere Vorschläge:

    • Ins „gut sein“ investieren. Wer gut mit seinem Produkt ist, der kann sich zum Beispiel zeit- und geldaufwendige Werbung sparen, um die Menschen davon zu überzeugen, dass man gut ist. Schon mal versucht, beim besten Physiotherapeuten der Stadt einen Termin zu bekommen? Qualität ist die beste Werbung.
    • Die meiste Zeit mit dem Vereinszweck verbringen. Förderanträge schreiben und Sponsoren-Gespräche führen sind in der Regel nicht direkt der Vereinszweck, sondern Tätigkeiten, die zur Querfinanzierung dienen. Das bedeutet, dass im Idealfall mit Tätigkeiten, die direkt dem Vereinszweck dienen das meiste Geld verdient wird. Leider ist dies nicht immer in der Realität möglich. Dennoch kann es ein Ziel sein, auf die Gewinnung von Mitgliedern zu setzen und Mitgliedsbeiträge so zu gestalten, dass sie ihren Teil zu diesem Ziel beitragen und den Anteil an Tätigkeiten zur Querfinanzierung mindern.


    Ziel 6: Ganzheitlich erfolgreiche Organisation und Spaß bei der Arbeit

    Wir sehen hierbei Ausgeglichenheit auf zwei Ebenen:

    1. als Organisation ausgeglichen sein
    2. als Menschen, die in der Organisation arbeiten, ausgeglichen sein

    1. Ausgeglichenheit in der Organisation:

    Was bringt es dir, ganz viel Geld auf dem Konto zu haben, wenn gleichzeitig sich die Vorstandschaft bis aufs Blut streitet? Was bringt es dir, hunderte Kinder zu gewinnen für deinen Sport, wenn du nicht die Hallenkapazitäten hast, um Platz zu bieten?

    Stressfrei ist, wer in vielen Organisations-Bereichen erfolgreich ist. Dies bedeutet auch, dass in alle diese Kernbereiche investiert werden muss (Geld und Zeit), um in allen Bereichen die Rahmenbedingungen für Erfolg zu schaffen.

    Klingt gut? Alles was du dafür tun musst, ist deine Investitionen ausgeglichen auf alle Organisations-Bereiche zu verteilen und regelmäßig zu prüfen, wo vielleicht ein Bereich vernachlässigt wird.
    Wir haben hierfür 10 Organisations-Bereiche definiert:

    1. Vision und Wirkungsmessung
    2. Spiel- und Trainingsbetrieb, Camps, Events
    3. Aufgabenplanung und Abläufe
    4. Mitgliederbindung und -gewinnung
    5. Soziale Verantwortung
    6. Rechtlicher Rahmen und Regelwerk
    7. Außendarstellung und Media
    8. Ausrüstung und Infrastruktur
    9. Team und Wohlbefinden
    10. Finanzen und Steuern

    Wie könnt ihr als Organisation ausgeglichen werden?

    Das sind unsere Vorschläge:

    • Quotenverteilung der Investitionen einführen und prüfen, ob auch in alle Organisations-Bereiche investiert wird.

    2. Ausgeglichenheit bei den Menschen in der Organisation:

    „Wenn ichs nicht mache, machts keiner.“ Deswegen wird weiter geschuftet, obwohl man längst nicht mehr kann, bis der Burnout an die Tür klopft.

    Burnout ist definitiv nicht spaßig. Und das beste Zeichen für Unausgeglichenheit.


    „Ohne strukturelle Unterstützung ist der Spagat zwischen Familie, Beruf und Ehrenamt nur durch absolute Selbstaufoperung möglich.“

    Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern

    Das ist ein Ergebnis des Forums Haupt- und Ehrenamt der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern. Selbst wenn viele Menschen wollen: Wer Vollzeit-Job und Familie hat, kann eben nicht einfach ehrenamtlich helfen, ohne die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Das hört sich nach wenig Spaß an.

    Wie könnt ihr als Menschen in der Organisation ausgeglichen werden?

    • Nicht zu viel vornehmen, sondern eine gesund wachsende Strategie aufbauen.
    • aktiv Spieler*innen zur Mitarbeit ansprechen, um die Last auf viele Schultern zu verteilen.
    • Aufgabenprofile aufbauen, die ein Pensum von 1-3 Stunden pro Monat nicht überschreiten.
    • Aufgabenprofile als sich wiederholende Routinen einführen, um hierfür Anleitungen schreiben zu können
    • Da dann viele Ehrenamtliche koordiniert werden müssen: langfristig eine hauptamtliche Koordinationsstelle aufbauen, die den Druck von den Schultern der Ehrenamtlichen nehmen und ihnen spaßige Themen ermöglichen.
    • Pool an Freiberufler*innen aufbauen, die im Zweifel bei schwierigen Zeiten flexibel und schnell hinzubuchbar sind, um uns Luft zum Atmen zu verschaffen und das Potential von Ausbrennen zu vermeiden.

    Fazit/Zusammenfassung:

    Unsere Finanz-Strategie soll uns helfen, ein stressfreieres Vereinsleben zu gestalten.

    Unsere 6 Finanz-Ziele für ein stressfreies Vereinsleben sind:

    1. Nachts ruhig schlafen (weil wir nicht pleite gehen)
    2. Keine Gedanken um Geld machen müssen (weil wir Ja sagen können zu Ideen und Visionen)
    3. So unabhängig wie möglich sein (weil wir Nein sagen können)
    4. Uns nicht wegen Geld streiten (weil es klare Regelungen gibt, wie es ausgegeben wird)
    5. Unseren Vereinszweck bestmöglich verfolgen können (weil wir damit unser Geld verdienen und es nicht von woanders zeitaufwendig querfinanzieren müssen)
    6. Ausgeglichen sein und Spaß haben (weil wir unser Geld in alle Organisations-Bereiche gleich investieren und die Koordinierung der Ehrenamtlichen auf ein bezahltes Fundament stellen)

    Folgende Aufgaben ergeben sich hieraus für unsere*n Finanzwart*in (nach Priorität geordnet):

    • Rücklagen-Konto für Krisenabsicherung einrichten (6 Monate überleben ohne Einnahmen) und regelmäßige Einzahlungen ins Budget einplanen
    • Rücklagen-Konto für Inestitionen einrichten und regelmäßige Einzahlungen darauf ins Budget einplanen
    • Verhältnismäßigkeit der Mitgliedsbeiträge überprüfen und ggf. Anpassung angehen (im Idealfall kommen 60-70% der Einnahmen von den Mitgliedern)
    • Zeitkapazitäten für die Gelder-Gewinnung einplanen (50% der Zeit mit der Gewinnung von finanziellen Mitteln verbringen, z.B. durch Organisation von Camps, Turnieren oder Crowdfunding-Kampagnen)
    • Investments in Qualität und professionelles Auftreten auf allen Ebenen einplanen (angemessenes Bezahlsystem für Trainer*innen erarbeiten)
    • Einbindung von hauptamtlichen Personal (z.B. Minijob = rund 560€/Monat) in langfristige Budgetplanung aufnehmen
    • Quoten-Verteilung in der Budgetplanung übernehmen und regelmäßige Prüfung der Investments
    • Satzungsanpassungen prüfen
    • Gemeinsame Willensbildung in Satzung aufnehmen
    • optional: Prozent-Klausel für Geldgeberinnen in die Satzung einfügen

    Weitere Aufgaben, die die Finanzen indirekt betreffen:

    • Aufgabenprofile mit einem Pensum von 1-3 Stunden pro Monat erarbeiten
    • Strategie-Workshop durchführen und Stoßrichtung bestimmen
    • 1x im Jahr moderierte Team-Session einplanen, um Konflikte
    • Werte-Vorstellungen in Satzung verankern

    Was ebenfalls für dich interessant sein könnte: Die finanzielle Reichweite.

    Ihr habt noch andere Ziele?

    Dann schreibt sie als Kommentar darunter oder schreibt uns an: hallo@klubtalent.org.

  • Was Vereine von Startups lernen können

    Startups schaffen, was Vereinen immer mehr fehlt. Sie sind vor allem bei jungen Menschen gefragt wie nie.

    Es fehlt meist an Geld, Zeit und tiefgründigem Wissen. Für die Arbeit wird man selten “angemessen” mit Geld entlohnt, stattdessen steht das Herz und der Glaube an das große Ganze im Vordergrund. Das kommt wohl jedem Ehrenamtlichen bekannt vor, ABER auch jeder Existenzgründerin. Egal ob Verein oder Startup-Unternehmen: Beide kämpfen mit den gleichen Herausforderungen.

    Gerade jetzt aber schaffen Start-Ups, was der Vereinslandschaft immer mehr abhanden kommt.

    Sie sind gefragt wie nie, in der Wirtschaft, in der Politik, in der Gesellschaft. Die Bundesregierung legt Förderpakete für die Finanzierung von Startups auf, Großkonzerne möchten mit ihnen zusammenarbeiten und von ihnen lernen und wer im Trend sein will, arbeitet nicht jahrzehntelang für den guten alten Großkonzern (“gähn”) sondern zieht im jungen Startup mit Jeans und T-Shirt die Strippen. Tischkicker inklusive.

    Was also machen Startups anders? Und was können Vereine von ihnen lernen? Wir haben ein paar Klischees auseinandergenommen.

    Start-Ups interessiert “es hat aber schon immer so funktioniert” eher nicht so

    Die Wirtschaft befindet sich im digitalen Wandel und die deutschen Gerichte haben viel zu tun. Denn: “alte” Branchen versuchen sich verzweifelt gegen neue Ideen und Entwicklungen von Startup-Unternehmen zu wehren.

    So wehrt sich die deutsche Hotellobby gerichtlich gegen das bereits milliardenschwere Online-Portal AirBnB, bei dem Menschen ihre Privatunterkünfte einfach per App an Reisende oder Stadtbesucher kurzzeitig vermieten können.

    Daimler-Chef Zetsche muss sich immer öfter rechtfertigen ob er sich vor Apple und dem Internetunternehmen Google fürchte, welches derzeit dabei ist, selbstfahrende Autos zu produzieren. Wer hätte gedacht, dass sich das auf Suchmaschinen spezialisierte Unternehmen einmal in diesen Bereich wagt?

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    Beitrag aus dem manager magazin vom 29.09.2014, abrufbar hier.

    Beschweren dürfen sich die Branchen eigentlich nicht, denn sie hätten selbst auf diese Ideen kommen und umsetzen können. Schließlich haben die Startups nur Märkte besetzt, die vorhanden waren, aber eben von noch keinem anderen besetzt wurde.

    Die Medien fassen dies so zusammen: in Deutschland ist der Mittelstand mit der Digitalisierung im Verzug und verliert zunehmend den Anschluss. “Viele Mittelständler hadern mit der Digitalisierung oder verkennen noch ihre Bedeutung. Das könnte sich schon bald rächen”, so Experten auf n-tv.de.

    Dabei haben die Startups ihre Kunden nur dort gefunden, wo diese sich gerade aufhalten: im Internet.

    Der Mittelpunkt von allem: Der Kunde

    Auch die Sport- und Fitness-Branche ist nicht vor Veränderungen gefeit. Bestes Beispiel: die Fitness-App Freeletics. Innerhalb von nur zwei Jahren haben drei Studenten ein millionenschweres Unternehmen aufgebaut.

    Wie die drei jungen Männer das vor den großen Fitness-Studio-Ketten herausgefunden haben? Sie haben sich einfach ihre potentiellen Kunden angeschaut. Erkenntnis:  “Wir wollten eben ein Fitnesskonzept, das an die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts angepasst ist. Viele Menschen haben nicht mehr die Zeit, zweimal die Woche zum Sportverein oder ins Fitnessstudio zu fahren. Mit dem Programm können sie mit wenig Zeitaufwand das Maximale rausholen, denn unsere Übungen sind sehr effektiv, und trainieren kann man überall. ” Deswegen nutzt die App für ihre Übungen auch nur das eigene Körpergewicht und facebook-Gruppen als Motivationsgrundlage. Sie sind dort, wo auch ihre Kunden sind: in den sozialen Netzwerken, auf dem Smartphone.

    Da die technologischen Entwicklungen so schnell vorangehen sind Startups eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigt, mit ihren Kunden zu sprechen, denn: Klassische Startups bringen meist ein neues Produkt auf den Markt und wissen deshalb vorher nicht, ob dieses überhaupt gekauft wird. Funktioniert das Produkt nicht schnell genug kann es sein, dass das Startup ein komplett anderes Produkt, Dienstleistung und damit eine andere Einnahmequelle setzen muss. Schnell ist hierbei das Stichwort, denn: kommt nicht schnell genug Geld in die Kasse, überlebt die Firma nicht. Das Geschäftsmodell wird also andauernd hinterfragt, z.B. mit Kunden-Interviews, Meinungsumfragen oder durch das Lesen der Meinungsausrufe in den Social Media-Kanälen.

    Damit besonders schnell und günstig Rückmeldung von den Kunden kommt,  hat Freeletics nicht etwa als App gestartet. Statt dessen wurden Trainingspläne einfach per PDF versendet und auf einer Standard-Webseite beworben. Ein Tipp vom Gründerteam: “Seid Euch nicht zu scheu, unperfekte Produkte auf den Markt zu bringen“, schreibt Joshua Cornelius im Rückblick auf diesen Schritt. „Unsere ersten bezahlbaren Freeletics-Produkte waren PDF-Trainingspläne. Runtergeschrieben an 3 Tagen. Angeboten mit einem Standard-SaaS-Shopsystem. Wir waren alles andere als stolz darauf.“

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    Über eine Shopify-Seite verkauften die Gründer zu Anfang über Freeletics.com drei Trainings-PDFs (Screenshot: Archive.org)

    Eine halbe Millionen Euro Umsatz haben diese PDFs  ihnen immerhin alleine im ersten Jahr beschert. Da hat sich das Testen gelohnt.

    Start-Ups probieren ständig Neues aus – auch wenn es bedeutet, dass sie ab und an mal scheitern

    “Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Und nicht der Stärkste überlebt, sondern der, der sich am besten an seine Umwelt anpassen kann.“

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    Aussage von Charles Darwin zur Überlebensfähigkeit einer Gattung

    Dies wusste auch schon Darwin und genau aus diesem Grund erfinden sich Startups immer wieder neu, stehen neue Ideen und Entwicklungen andauernd auf dem Prüfstand. Ein bekanntes Beispiel ist Suchmaschinen-Gigant Google.

    Denn was so gut wie keiner weiß: “Das Unternehmen wird vor allem für seine Erfolge wahrgenommen, für seine Suchmaschine, sein Mailprogramm, seine riesigen Gewinne. Aber auch die Liste der Fehlschläge des Konzerns ist umfangreich, da seine mehr als 20.000 Mitarbeiter ständig Neues aushecken und Google Ideen im Gegensatz zu vielen anderen Firmen auch als Frühgeburten aussetzt.“ Der Titel des Artikels von zeit.de: Scheitern als Geschäftsmodell.

    Der Erfolg aber gibt Google recht. Das Unternehmen hat erkannt: Nichts ist so beständig wie der Wandel.

    Spielend motivieren: Startups haben eine neue Unternehmenskultur der flachen Hierarchien

    Wie bei Vereinen müssen eben auch Gründer die richtigen Mitstreiter von ihrer Idee und ihrem Unternehmen überzeugen, und davon, für wenig oder gar kein Geld, sehr, sehr, sehr, sehr viel zu arbeiten. Und sie schaffen es auch. Selbst in Zeiten des Mindestlohns wollen viele Menschen lieber für wenig Geld in einem Startup arbeiten, und das, obwohl die jungen Unternehmen gegen große Konzerne konkurrieren, die sich gute Mitarbeiter leisten und auch entsprechend bezahlen können.

    Dabei setzen Startups genau bei der Kultur an, die sich auch für Ihr Produkt anwenden. Was wollen meine Kunden, in diesem Fall: meine Mitarbeiter? Was können wir diesen bieten, was ein großer Konzern (oder Sportclub) nicht bieten kann?

    Und die Generation Y, so wird die heutige Generation genannt, will vor allem sich selbst verwirklichen, Spaß haben, mit Gleichgesinnten arbeiten: die wichtige Schraube im Glied zu sein, die Möglichkeit, Ideen zu verwirklichen, ohne dass erst 10 Managemenstufen unterschreiben, ein Team, dass während der Arbeit auch mal Tischtennis oder Tischkicker spielt, bei der auf gleicher Ebene kommuniziert wird, bei der man etwas bewegen kann. „Die neuen Chefs: Spielend regieren” tituliert das Magazin t3n.

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    Titelblatt der aktuellen t3n Nr.39, abgerufen auf t3n.de

    Alleine schon eine Geste von zwei der großen Startups, facebook und AirBnB zeigen diese Veränderung in der Arbeitswelt. Beide sitzen im Großraumbüro mit ihren Mitarbeitern zusammen und zeigen: ich bin einer von euch. Für Machtspiele und Ellenbogenmentalität haben wir schlicht und einfach keine Zeit.

    FAZIT:

    Es ist nicht nur ein neues digitales Zeitalter angebrochen, sondern auch eine damit anders denkende Generation.  Auch wenn Vereine seit Jahrhunderten mit den selben Einnahmen Geld verdienen (Mitgliedsbeitrag, Einnahmen über Sponsoring etc.) zeichnet sich ab, dass sie nun mit großen Änderungen zu kämpfen haben. Schafft der Verein der Zukunft noch so viel Mehrwerte, dass ihre Kunden, die Mitglieder, dafür Mitgliedsbeitrag zahlen? Ist das Vereinsmodell überhaupt noch zeitgemäß oder trainieren in Zukunft alle nur noch mit Apps (siehe Freeletics)? Zahlen die Unternehmenskunden der Vereine, die Sponsoren, in Zukunft überhaupt noch für das Logo auf dem Trikot oder auf der Bande, wenn die Werbebranche zunehmend ins Internet abwandert und nur noch nach “Klick” oder nach “Kauf” vergütet wird?

    Möchte man das Vereins-Mitglied und die Ehrenamtlichen der Zukunft erreichen, wird „wir machen so weiter, wie bisher, weil es schon immer so funktioniert hat“ eben nicht mehr funktionieren.